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Sandra Ahrens
Landesvorsitzende |
Gesellschaftliche Akzeptanz der Organspende fördern
Die
Vorsitzende der Frauen Union Bremen, Sandra Ahrens, ruft
zum Tag der Organspende am 5. Juni dazu auf, sich schon
heute eine Meinung zu diesem Thema zu bilden und eine
Organspendeerklärung auszufüllen. Unkenntnis, so Sandra
Ahrens, sei zumeist der Grund, der zu viele Menschen zögern
ließe, einen Organspendeausweis bei sich zu tragen.
So
trügen in Deutschland lediglich zwölf von einer Million
Einwohner einen Organspendeausweis bei sich. Über achtzig
Prozent der Bevölkerung allerdings erklärten in Umfragen
die Organspende für sinnvoll.
Andererseits warteten in Deutschland derzeit etwa 11.500
Patientinnen und Patienten auf ein Spenderorgan, etwa
10.000 davon auf eine Niere. Die Warteliste für die
Nierentransplantation steige seit Jahren kontinuierlich an.
Ein Drittel der Wartenden sterbe, weil nicht rechtzeitig
ein Spenderorgan gefunden werden könne.
„Wer
rechtzeitig einen Organspendeausweis ausfüllt, nimmt seinen
Angehörigen eine schwere Entscheidung ab“, betont Ahrens.
Diese nämlich würden nach dem Tod eines potentiellen
Spenders gebeten, stellvertretend zu entscheiden, ob eine
Organspende gewünscht sei.
Geregelt ist die Spende seit 1997 durch das
Transplantationsgesetz. Danach können nach dem Tode unter
bestimmten Bedingungen Organe entnommen und einem
schwerkranken Menschen transplantiert werden. Die
Voraussetzungen dafür sind die Einwilligung des
Verstorbenen oder der Angehörigen. Der Tod muss zuvor durch
einen vollständigen, unumkehrbaren Ausfall der gesamten
Gehirntätigkeit eingetreten sein. Zwei unabhängige
erfahrene Ärzte müssen dies nach den Richtlinien der
Bundesärztekammer zur Hirntod-Diagnostik festgestellt
haben.
Gespendet werden können Nieren, Leber, Herz, Lunge,
Pankreas und Dünndarm, außerdem Gewebe wie Hornhaut und
Knochen. Spenderausweise können über die Deutsche Stiftung
Organtransplantation unter www.dso.de heruntergeladen oder
über die gebührenfreie Rufnummer 0800-90 40 400 angefordert
werden. Das Infotelefon der DSO bietet ferner die
Möglichkeit, sich im persönlichen Gespräch zum Thema
Organspende zu informieren.
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